Die Sache ist, um schöne Bilder zu machen brauche ich etwas Zeit. Und die hier Downunder, irgendwo unterm Perthteppich etwas knapp. Ich muss kehren und saugen (heißt alle meine Arbeit machen). Dann habe ich hoffentlich etwas Luft.
Aber ich kann euch trotzdem ein bisschen was erzählen - hier von diesem Ort. Ich lebe hier. Perth ist hier und dass Zentrum der Stadt ist in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen. Und genau das tat ich heute auch. Ich ging diese 10 Minuten um einen verschließbaren Thermosbächer zu kaufen. Das aus zwei Gründen: Diejenigen die mich kennen dürfen, wissen dass ich sehr gerne Kaffee trinke. Wir haben einen langen, Arbeits intensieven Morgen. Das erfordert Kaffee. Die Schule hat zwar eine Kaffeetertia, die mich jedoch arm machen würde, wäre ich täglich von ihr abhängig. Und meine Küche ist zu weit entfernt um einfach Mal schnell etwas schwarzes, flüssiges Gold zu holen. Also muss ich Morgens gleich ausreichend mitnehmen, was uns auch schon zu zweiten Punkt bringt: Wer mich kennt, weiß dass sich alles um mich bewegt. Nein, eigentlich bin ich es, der sich unkontrolliert bewegt. Um genauer zu sein, meine Hände tun nicht immer das, was ich ihnen auftrage. Sie wackeln einfach so los, was hin und wieder dazu führt, das nicht viel zu trinken übrig bleibt oder der Zollbeamte mich erst nicht einreisen lassen will, da er den Grund meines Bleibens nicht entziffern kann (warum auch immer die verdammt kleinen Formulare, die eh keiner versteht). Ich liebe Flaschen!!! (Wer erraten kann, welche am meisten, bekommt von mir eine Postkarte) Tassen hingingen sind eher scheiße - sie können aber auch nichts dafür. Also muss ein Deckel her. Und so kommt es, dass ich heute in die Stadt gehen musste um für ca. sieben Euro einen Alubächer mit Deckel zu kaufen, wodurch ich im Endeffekt viel sparen werde! Es lebe der Alubächer!
Gestern waren wir Sandboarden. Jeder, der nicht weiß, was dies bedeutet, der hebe bitte die Hand. Ja - ich erkläre es ja. Das Wort setzt sich aus Sand (was Sand bedeutet) und boarden (was soviel wie - hmm es gibt keine direkte Übersetzung für meinen Sinnzusammenhang - naja, mit einem Skateboard oder einem Snowboard tut man boarden). Alles was wir praktisch gemacht haben war, ein einhalb Stunden gen Norden zu fahren, dann auf eine riesige Sanddüne gestiegen, Anlauf genommen und gehofft irgendwie auf einem Brett (Board) zu landen und mit ihm bis runter ins Wasser zu rutschen. Es war schnell, hat sehr viel Spass gemacht und sollte sie Gruppe noch mehr zusammenschweißen. Dass hat dann spätestens auch mit Grill und Bratwurst geklappt.
Übrigens, am Wochenende haben wir frei! Nur Hausaufgaben müssen gemacht werde. Und dass kommt jetzt auf mich zu.
Macht’s gut und kauft euch einen Thermoalubächer. Die Dinger machen Spaß.
Sepi |
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